Die Kroaten führten die glagolitische Typographie schon zu jener Zeit ein, als der Buchdruck in Europa seine allerersten Anfänge verzeichnen durfte, d.h. im 15. Jahrhundert, als fünf glagolitische Inkunabeln gedruckt wurden. Das Missale nach dem Gesetz des Römischen Hofes, in kroatischer Glagoliza und in der kroatischen altkirchenslawischen Sprache verfasst, wurde am 22. Februar 1483 gedruckt, nur 28 Jahre nach der Gutenberg-Bibel. Gleichzeitig ist dies das erste liturgische Buch für die Messfeier nach dem Römischen Ritus, das nicht in lateinischer Schrift gedruckt wurde. Die Perfektion bei der Gestaltung von Buchstaben und die Satz- und Druckschönheit heben das Werk zu einem absoluten Meisterwerk der Typografie hervor.

Rund 60 Prozent der Bevölkerung Kroatiens leben in den Städten, jeder vierte Einwohner lebt in einer der vier größten Städte Kroatiens (Zagreb, Split, Rijeka und Osijek).

Mit dreizehn Eintragungen in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO ist Kroatien, zusammen mit Spanien, das Land mit der höchsten Anzahl von eingetragenen Kulturgütern in Europa.

Der Prototyp eines Elektrozuges für den Regionalverkehr, hergestellt von der Firma Končar – Električna vozila d.d. (kroatisch für: Elektrofahrzeuge AG). Der im Jahr 1921 gegründete Betrieb beschäftigt heute rund 4.000 Arbeitnehmer. Der Jahresumsatz beträgt rund 320 Millionen Euro, wobei mehr als die Hälfte des Umsatzes durch den Export bewältigt wird.

In kroatischer glagolitischer Schrift verfasstes Detail aus dem Evangeliar von Reims (1395), auch als „Krönungstext“ bekannt, auf das die französischen Könige ihren Krönungseid ablegten. Das Evangeliar wird in der Bibliothek Carnegie in Reims (Frankreich) aufbewahrt.

Sprache

Die kroatische Sprache gehört zur Gruppe der südslawischen Sprachen. Sie ist die Amtssprache der Republik Kroatien und wird ebenfalls von den Kroaten in Bosnien und Herzegowina, Serbien (Vojvodina), Montenegro (Bucht von Kotor), Österreich ...

Diaspora

Kroatien gehört zu den europäischen Ländern mit der am stärksten ausgeprägten und längsten Auswanderung. Die erste große Auswanderungswelle begann bereits im 15. Jahrhundert und wurde durch die osmanische Bedrohung aus dem Südosten ...

Wirtschaftszweige

Kroatien ist nicht besonders reich an Erzbodenschätzen. Die Schließungen von Kohlenzechen und Bergwerken (Bauxit) erfolgten schon in den 1970er und 1980er Jahren. Es existieren aber bedeutende Quellen von nicht­metallhaltigen Mineralien, die als ...

Musik

Die Koexistenz zweier Arten von Interpretationspraxen in der kroatischen Kirchenmusik ist ein einzigartiges Phänomen im kulturellen Kontext des mittelalterlichen Europas: neben dem gregorianischen Gesang (bewahrt wurden die Kodizes in...

Gastronomie

Das Hauptmerkmal der kroatischen Küche ist ihre Viel- fältigkeit. Es ist daher nicht möglich, eine typische Küche oder ein typisches Gericht hervorzu- heben. Verschiedenartige natur- bedingte und wirtschaftliche Gegebenheiten sowie ...

Die historische Entwicklung des kroatischen Staates

Die Namen Kroaten und Kroatien verdrängten auf dem heutigen Gebiet des Landes erst allmählich den ethnisch umfassenderen Begriff der Slawen und deren erster territorialer ...

Die Adria und ihre Inseln

Die Adria ist das am tiefsten in das europäische Festland eingeschnittene Seitenbecken des Mittelmeers. In ihrer heutigen Form entstand sie durch den Anstieg des Meeresspiegels um 96 Meter nach der letzten Eiszeit ...

Kroatien in Kürze

Auf der zeitgenössischen internationalen politischen Szene ist Kroatien seit seiner staatlichen Verselbstständigung von der jugoslawischen Föderation präsent, also lediglich etwas länger als zwei Jahrzehnte. Was aber seine Geschichte und Kultur...